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Rund um die Städte Cham und Roding im Naturpark Oberer Bayerischer Wald liegt die Urlaubsregion Land der Regenbogen. Wälder, Wiesen und der Fluss Regen bieten reizvolle Möglichkeiten für Familien mit Kindern und Aktivurlauber wie Wanderer, Radler, Bootfahrer oder Angler. Auch Gruppen und Vereine schätzen das breite Angebot an Hotels, Restaurants und Ausflugszielen.

Hier werden Ihre Urlaubsträume wahr - ob gemeinsam mit der Familie, dem Partner oder in einer Gruppe Gleichgesinnter. An den Ufern des Regens entecken Sie die Unberührte Natur und das breitgefächerte Kulturangebot. 

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Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt Chammünster

Chammünster, die alte „cella abud chambe“ ist der Ort, von dem aus vor 1250 Jahren der christliche Glaube in den Bayerisch-Böhmischen Wald hinein und weit darüber hinaus getragen wurde.
Zwei Jahreszahlen stehen am Anfang der Kirchengeschichte von Chammünster: 739 stiftet der Bayernherzog Odilo (Oatilo) etwa 50 km² aus seinem Herzogsgut dem Domkloster St. Emmeram in Regensburg. Es mag dies so etwas wie die „Morgengabe“ des Herzogs an den Abtbischof und die neugegründete Diözese gewesen sein. Daraufhin kommen Mönche von St. Emmeram und gründen die „cella abud chambe“, das Klösterlein an dem Chamb. 819 ist Bischof Baturich mit einem großen Gefolge in Chammünster, um in einer Pireisa (Umritt) den rechtlichen Bestand der Klosterstiftung gegen die „Janahofleute“ zu sichern. Die Urkunde über den Umritt ist die älteste bekannte in der Oberpfalz. Die Mönche der „cella“ lebten nach der Regel des Hl. Benedikt (Gebet und Arbeit), missionierten und kultivierten die „commarca“ und waren sicherlich - zumindest ab etwa 800 - in die Missionierung Böhmens, mit der das Domkloster beauftragt war, mit einbezogen.
Die erste Kirche mag - wie damals üblich - noch eine Holzkirche gewesen sein. Sie ist möglicherweise bei einem der Ungarneinfälle um 910 zerstört worden. Eine zweite Kirche, wohl in romanischen Stil, wurde sicherlich von Regensburg aus erbaut. Diese romanische Kirche wurde, wie mit einiger Sicherheit gesagt werden kann, durch König Ottokar II. von Böhmen zerstört. In der zweiten Hälfte des 13. Jh. begann man mit dem Bau der frühgotischen, der dritten Kirche. Die Steinmetzzeichen ergeben, dass die Regensburger Dombauhütte am Werke war. Heute steht davon noch der Chor der Kirche, der Nordturm - der südliche musste, da ruinös geworden, im 19. Jh. erneuert werden - und der Ansatz des frühgotischen Triumphbogens. Diese dritte Kirche wurde in den Hussitenkriegen derart ruiniert, dass ein Neubau der dreischiffigen Halle notwendig wurde. Diese vierte, die spätgotische Kirche, errichtete man wohl auf den alten Fundamenten und Säulenstümpfen mit dem vorhandenen Steinmaterial. Der Befund der Steinmetzzeichen lässt diese Annahme zu. Wie die Halle stammen auch die drei Fresken an der Nordwand aus der zweiten Hälfte des 15. Jh.

Fresken: 1912 wurden an der nördlichen Obergadenwand im Mittelschiff drei Fresken aufgedeckt, die in kalvinischer Zeit übertüncht worden waren. Ein Fresko über der zweiten Arkade enthält das Allianzwappen der Chamerauer und der Thürlinger. Im Hauptfresko über der Mittelarkade ist die Legende von den „Drei lebenden und den drei toten Königen“ dargestellt. Der Spruch auf den angedeuteten Bändern müsste heißen: „Was ihr jetzt seid, sind wir gewesen; was wir nun sind, werdet ihr einst sein.“ Erhalten geblieben aus der Zeit um 1300 sind die Gemälde im Maßwerk der drei Fenster im Chor und aus dem 15. Jh. das figürliche Glasgemälde im letzten, dreibahnigen Fenster des südlichen Seitenschiffes. Die Glasfenster vorne am Hochaltar sind 1904 in der Hofglasmalerei Schneider in Regensburg entstanden. Von den Grabsteinen und Epitaphien haben sich im Münster an den Wänden, im Boden, an den Außenmauern und in der Annakapelle an die 130 erhalten.

Ausstattung:


Der Hochaltar mag auf den ersten Blick auf den Besucher wie ein Fremdkörper in unserer gotischen Kirche wirken. Als Schöpfer dieses Altarwerkes wird Fidelis Ittelsberger aus Cham angesehen.
Auf dem rechten Seitenaltar ist im Altarblatt die Einkleidung der Hl. Walburga durch ihren Onkel Bonifatius dargestellt.
Der linke Seitenaltar wurde im Hinblick auf die 1200-Jahrfeier (1939) nach dem Vorbild des rechten in der Werkstatt Schoyerer in Cham gefertigt. Das Altarblatt, darstellend den Hl. Erzengel Michael (Engel der Deutschen) im Kampf mit dem Drachen, wurde am 1. März 1939, also genau ein halbes Jahr vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, von dem kaum bekannten Kirchenmaler Willi Diernhöfer abgeliefert.
Die Kanzel (15. Jh.) ohne Schalldeckel ist sehr bemerkenswert: herauswachsend aus der Säule, mit dem Aufstieg durch dieselbe und mit schönen gotischen Blendarkaden. In dieser Weise gäbe es sie nur zweimal in Süddeutschland; eine ähnliche Kanzel befindet sich in Neuötting.
Taufstein: Unter der Empore kommen wir zum ältesten Ausstattungsstück der Kirche, zum halbkugeligen, romanischen Taufstein. Er ist stark verwittert, da er über lange Zeit auf dem Friedhof den Unbilden der Witterung ausgesetzt war. Erst der spätere Prinzregent Luitpold hat ihn für uns gerettet. Zu erkennen sind im Umlauf Christus und die zwölf Apostel, dazwischen Pflanzenornamente. Ein zweiter, eiförmiger, frühgotischer Taufstein steht im südlichen Seitenschiff